08 Land Rover Defender 90 SVX

An diesem Defender wurde kräftig geschraubt!

Obwohl der SVX an und für sich schon ab Werk ein tolles Auto ist, wollte der Besitzer noch das Eine oder Andere „add-on“ haben.

Als erstes kamen größere Reifen auf den original Felgen zum Einsatz. Da die Alltagstauglichkeit gewahrt werden musste, entschieden wir uns für den Cooper Discoverer ST. Ein AT Reifen, mit dem wir bereits auf unserem Grand Cherokee sehr gute Erfahrungen gesammelt haben.

Ein wenig mehr Bodenfreiheit kann natürlich nie schaden, und so wurde ein OME Fahrwerk inkl. Trimpacker vorne und hinten verbaut. Als angenehmer Nebeneffekt wurde auch das Fahrverhalten auf befestigten Straßen um einiges verbessert.

Da nun die neuen Räder etwas „verloren“ im Radkasten standen, und der optische Eindruck etwas „unstimmig“ war, montierten wir vorne und hinten 30mm Spurverbreiterungen.

Links mit, rechts ohne Spurverbreiterung

Da es trotz Höherlegung im Gelände immer wieder mal zu „Feindkontakt“ kommen kann, montierten wir an den wichtigsten Stellen Schutzplatten. Diese schützen die Front bis hin zur Vorderachse, das Lenkgestänge, und die Getriebe/Verteilergetriebe Einheit.

Unterfahrschutz Verteilergetriebe

Mir diesen Änderungen, war die erste Phase der Umbauten abgeschlossen, und weiter Modifikationen wurden geplant.

Der nächste Schritt war die Montage eines Schnorchels, und eine umfassende Korrosionsvorsorge. Der Landy sollte ja lange halten. Um die Lackierung im harten Geländeeinsatz zu schonen, wurden beide Seiten transparent foliert. Die verdunkelten Seitenscheiben ab B-Säule bieten nicht nur Sicht- und Sonnenschutz, sondern verstärken auch den „mean-look“ des SVX.

Kaum fertig, trafen auch schon die Ex-Tec Stoßstange und eine Horn 9500er Winde ein. Da die Front des SVX etwas anders ist als beim „normalen“ Defender, mußte hier und da etwas geflext werden, aber letztendlich konnte alles an seinem Platz montiert werden. Das serienmäßige Stahlseil der Winde wurde durch ein Kunststoffseil ersetzt, was zum Einen das handling erleichtert, und zum Anderen die Sicherheit im Falle eines Seilbruches wesentlich erhöht. Kunstoffseile schlagen beim Bruch nämlich nicht herum, sondern fallen einfach zu Boden.

Seilwinde angebaut

Natürlich sollte die Bedienung der Winde so komfortabel wie möglich sein, und so wurde zusätzlich zur serienmäßigen Kabel- und Funkfernbedienung, ein switchpanel für den Innenraum entworfen.

Neben dem Hauptschalter für das Windenrelaise und dem IN/OUT Taster, wurde gleich von Anfang an etwas mehr Platz mit eingeplant, damit die nächsten Schritte der Umbauten zügig vorangehen konnten.

Unter anderem findet sich auf dem switchpanel nun ein ABS AUS Schalter, und der Schalter für die Dachscheinwerfer.

Ein Lightbar, bezogen von Landy-Friend, wurde mit 4 Hella-Scheinwerfern bestückt, und das Ergenis kann nur als „deutlich heller“ bezeichnet werden.

Mit diesen Umbauten ist schon jetzt ein tolles Geländefahrzeug entstanden, aber „a bissl was geht immer noch“…

Und so werden als nächster Schritt 2 ARB Druckluftsperren, und ein extra großer Kompressor in den Landy „einziehen“.

Das Fahrzeug wurde im März 2012 bei der Tuareg Ralley so stark beschädigt, dass eine Reparatur nicht möglich war. In Kürze gibt es einen Bericht über den Aufbau eines neuen Defenders.